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BAN CANTEEN

In der Schanze – schon fast unscheinbar von außen – liegt das Restaurant Ban Canteen. Die Fassade im typischen Schanzen-Look, überall Graffiti und Aufkleber. Geht man durch die Tür, erleben die Kunden ein Kontrastprogramm zur äußeren Erscheinung. Der Raum ist hell und modern eingerichtet, alles ist in Grau- und Blautönen gehalten. An der Decke hängt ein abstrakter Drache aus Leuchtstoffröhren. Im Hintergrund sind leise Klänge entspannter Musik zu hören. Uns begrüßt Christian Kaminski, einer der Geschäftsführer. Gemeinsam mit zwei Schwestern hat er 2015 das Ban Canteen gegründet.

Welche Idee steckte dahinter, mit zwei Freunden ein Restaurant zu eröffnen?
Wir sind Schulfreunde und haben uns vor mehr als 30 Jahren kennengelernt. Nach dem Abi hat jeder etwas in seine Richtung gemacht. Eine ist Architektin geworden, die andere ist in die Schweiz gegangen und hat dort in der Gastro gearbeitet. Ich habe studiert, bin viele Jahre ins Ausland gegangen und war dann die letzte Zeit in Berlin. Wir haben uns aber regelmäßig in Hamburg getroffen und da kam auch der Wunsch nach einer Selbstständigkeit bei allen dreien auf. Hinzu kommt, dass wir gute Freunde in Berlin haben, die erfolgreich eine Gastronomie betreiben, einen sehr modernen Vietnamesen. Das hat zur damaligen Zeit hier in Hamburg noch gefehlt und wir haben dann überlegt, dass wir diesen Schritt gemeinsam gehen wollen. Wir lieben alle das vietnamesische Essen und beschlossen, ein Restaurant zu eröffnen. Durch ein paar glückliche Zufälle und natürlich mit viel Arbeit kamen wir an diese Location.
Die beiden Schwestern, mit denen ich das Restaurant gegründet habe, sind Vietnamesinnen. Sie sind als Babys mit ihrer Familie nach Deutschland gekommen.

Orientiert ihr euch an einer bestimmten Zielgruppe?
Wir sind in einer sehr jungen Gegend mit vielen Agenturen, wie Foto-, IT- und Werbeagenturen. Es sind sehr junge, kreative, urbane Menschen mit einem sehr fortschrittlichen Denken hier ansässig. Vegan-Bowls verkaufen sich mittlerweile stärker als die mit Fleisch und es wird von Jahr zu Jahr mehr.

Habt ihr von Anfang an Wert auf vegane Gerichte gelegt?
Damals, als wir angefangen hatten, war ich seit 2,5 Jahren Veganer. Das war für uns alle ganz klar, viel Veganes zu servieren und mit der heutigen Diskussion macht das alles nur noch mehr Sinn. Wir sind nicht diejenigen, die weitere Fleischgerichte konzipieren werden, sondern wir gehen in die Richtung von Fleischalternativen.

Wie kam der Name zustande?
Ban bedeutet „Freunde“ auf vietnamesisch, da wir drei Freunde sind und wir wollten das auch für Freunde machen, die hierher kommen und vielleicht auch für unsere Freunde. Canteen ist angelehnt an eine vietnamesische Garküche. In Vietnam gibt es ganz kleine Garküchen, in denen die Leute ganz eng zusammensitzen und essen. Wenig Platz und viele Hocker. Dies wollten wir hier auch anhauchen. Das Logo mit den Dreiecken steht für uns drei, den Freunden, die sich zusammengetan haben.

Christian Kaminski ist ein Kaufmann aus Hamburg und Mitbegründer des vietnamesischen Restaurants Ban Canteen. Kaminski war viele  Jahre im Ausland und hat eine kurze Zeit lang in Berlin gelebt, bis er nach Hamburg zurückkehrte.

Text: Hannah Ziemer, Dimitra Nanou

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