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Wie Studenten futtern

Wir haben eine Ernährungsberaterin zum Thema ausgewogene Ernährung befragt.

Was sind typische Fehler von Studierenden
bei der Ernährung?

Zu wenig oder falsches Trinken. Es sollten mindestens 1,5 Liter Wasser oder kalorienfreier Tee am Tag getrunken werden. Zu viele süße bzw. koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und Energydrinks werden oft anstelle von Wasser konsumiert. Hinzu kommt häufig eine einseitige Ernährung, der Konsum von Fertigprodukten sowie zu wenig Vollkornprodukten, Obst oder Gemüse. Essen zur falschen Zeit oder in unregelmäßigen Abständen sind ungünstig.

Kann eine einseitige Ernährung gefährlich
werden, vor allem wenn man
viele Convenience- Produkte zu sich nimmt?
Ja, da in der Regel fehlen Ballaststoffe, die für eine ausgewogene Ernährung essentiell sind. Ballaststoffe sind z. B. in Vollkornprodukten, Gemüse, Obst und Getreiden enthalten. Langfristig erhöht der ausschließliche Verzehr von Convenience-Produkten das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes Typ 2 und Dickdarmkrebs. Sie fördern in der Regel eine zu hohe Kalorienaufnahme und in Folge davon Übergewicht.

Was können Anzeichen einer Mangelernährung sein?
Brüchige Nägel und Haarausfall, Probleme mit der Konzentrationsfähigkeit, Verlust an Muskelkraft und Ausdauer sowie ein schwächeres Immunsystem. Wer also öfter krank wird als üblich, sollte seine Ernährung als Risikofaktor mit berücksichtigen.

Ab wann ist viel Kaffee zu viel Kaffee?
Ganz eindeutig ist dieses Thema nicht geklärt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt einen moderaten Konsum von maximal drei Tassen pro Tag. 100ml Filterkaffee enthalten ca. 55mg Koffein und am Tag sollten es nicht mehr als 400mg Koffein sein. Wer mehr konsumiert, der sollte seinen Koffeinkonsum herabsetzen.

Warum wird so vielen Produkten Zucker
zugesetzt?

Zucker ist ein Geschmacksträger und Konservierungsstoff. Die Gesellschaft ist an einen hohen Gehalt an Zucker in Lebensmitteln gewöhnt und bevorzugt dadurch häufig diese Lebensmittel, auch wenn der Trend mittlerweile in die andere Richtung geht. Zucker ist ein günstiger Füllstoff für alle möglichen Produkte und lohnt sich daher wirtschaftlich.

Foto: Pexels

Interview: Leo-Kardo Hatam

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