CDs der Woche

CDs der Woche

6. September 2018

Tom Petty

An American Treasure

Im Oktober 2017 verstarb der US-Rocker, nur eine Woche nach Beendigung der 40-Jahre-Jubiläumstour seiner Band Tom Petty & The Heartbreakers. Hier kommt nun eine vier CDs bzw. sechs Vinyl-LPs umfassende Sam­mlung von B-Seiten, Outtakes und Kollabora­tionen (u. a. Duette mit Stevie Nicks und Roger McGuinn) aus der gesamten Karriere des Mannes aus Florida. Die 60 Stücke werden ergänzt durch ein 52-seitiges Booklet mit viel­en spannenden Informationen. Viele große Hits wie „Breakdown“, „I Won’t Back Down“ oder „Into The Great Wide Open“ sind enthalten – allerdings in Alternativ-Versionen. Diese Kol­lektion ist für echte Fans und als solche eine wahre Fundgrube. (Reprise)

♥♥♥♥♥

Alice Cooper

A Paranormal Evening At The Olympia, Paris

Im Dezember 2017 erlebte die Welttour zum Long­player „Paranormal“ ihr Finale im Par­is­er Musentempel. Entsprechend gut gelaunt war der Meister am Mikro. Perfekte Rahmen­beding­ungen für ein Konzertalbum, das nicht ent­täuscht. Natürlich sind sämtliche, wich­tige Hits aus der 50-jährigen Karriere des Sch­ock­rockers zu hören – von „Billion Dollar Babies“­ und „No More Mr. Nice Guy“ über „Poison“­ und „I’m Eighteen“­ bis zum perfekten Raus­schmeißer „School’s Out“. Dazu gibt es neue Songs, die sich gut einfügen. (earMusic)

♥♥♥♥

 

U.D.O.

Steelfactory

Es scheint, als habe die kolossal erfolgreiche Welttournee, bei der er seinen persönlichen Abschied von den Klassikern seiner Ex-Band Accept genommen hatte, Herrn Dirk­schn­eider inspiriert. Denn auf seinem 16. Solo­al­bum geht der legendäre Metal-Shouter mit je­der Menge Energie zur Sache. Das zeigt gleich der hochmelodische Opener „Tongue Reaper“. Trotz klarer 80er-Reminiszenzen – Soli à la Iron Maiden sowie ein typischer Accept-Gro­ove – präsentieren Udo & Co. hier einen mod­ernen, frischen Sound. Höhepunkte sind das fette „Make The Move“, das düster-atmos­phär­ische „A Bite Of Evil“ und die brillante Power­ballade „The Way“. (AFM)

♥♥♥♥♥

Slash ft. Myles Kennedy & The Conspi­rators

Living The Dream

Nachdem sich Guns N’ Roses wiedervereint haben und Myles Kennedy sich zuletzt erfolg­reich als Solo-Künstler probiert hat, ist es umso erfreulicher, dass dieses Projekt wieder ins Le­ben gerufen wurde, um nach vier Jahren die nächste Platte an Start zu bringen. Diese knüpft beinahe nahtlos an den Vorgänger an und trans­portiert den lockerleicht/fröhlichen Rock müh­e­los wei­ter. Während die Instrumentalisten bei Tracks wie „Driving Rain“ einen rhythmischen Tep­pich bilden und Slash mit seinen typischen Soli überzeugt, ist es vor allem Kennedys Sti­m­me, die wieder brilliert und die Songs ent­scheidend prägt. Aus vielen talentierten Mu­si­­­kern ist hier wieder ein großartiges Ge­samt­kunstwerk entstanden. (Warner)

♥♥♥♥♥♥

[KS]
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