CDs der Woche

CDs der Woche

4. Dezember 2018

Beth Hart

Live At The Royal Albert Hall

Seit Mitte der 90er bringt die Amerikanerin mit der gewaltigen Röhre regelmäßig tolle Alben heraus. Der Durchbruch gelang ihr in unseren Breiten allerdings erst mit den bisher drei Kollaborationen mit Genre-Superstar Bonamassa. Wer nun Lust hat in Miss Harts Solowerke einzutauchen, dem sei dieser ex­zellente Konzertmitschnitt vom Mai 2018 empfohlen. Denn sie liefert eine Weltklasse-Performance ab. Zu den Höhepunkten zählen der jazzige „Baddest Blues“, das rockende „Trouble“, der Akustiktrack „The Ugliest House On The Block“ und das emotionale Finale mit „Caught Out In The Rain“. Auch als DVD/Blu-ray erhältlich. (Provogue/RTD)

CDs der Woche

Neil Young

Songs For Judy

Hier kommen intime Live-Akustikversionen großer Hits, sowie selten bzw. gar nicht ge­hörter Kompositionen. Im Herbst 1976 unter­nahm Young eine extrem erfolgreiche Solo-Tour mit Akustikgitarre und Piano durch die USA. 42 Jahre später schenkt der Meister uns ein Dokument dieses Trips in Form einer Zu­sammenstellung der besten Song-Mitschnitte diverser Auftritte. Klassiker „Heart Of Go­ld“, „After The Gold Rush“ oder „Pocaho­ntas“ – finden sich noch heute im Live-Re­pertoire des Kanadiers. Andere sind Rari­tät­en. „Campaigner“ etwa. Oder das von Linda Ronstadt zum Hit gemachte „Love Is A Rose“. Dazu kommt das bis jetzt nie offiziell veröffentlichte Klavierstück „No One Seems To Know“. (Shakey Pictures/Reprise)

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Dog Eat Dog

Brand New Breed

Mitte/Ende der 90er gab es wohl keine Party, auf der nicht die Songs der Amerikaner lie­fen. Jetzt sind sie mit ihrem noch immer kra­ftvollen Mix aus Metal, Ska und Rap zurück. Die Herren haben zwar seit zwölf Jahren kein Album veröffentlicht, aber dennoch jedes Ja­hr in Deutschland gespielt – auf riesigen Fes­tivals, sowie mit eigenen Club-Auftritten. Die neue Scheibe enthält neben vier Live-Num­mern (darunter eine Unplugged-Version ihres Chartbreakers „Isms“) auch vier brandneue Stücke, von denen „Lumpy Dog“ oder „XXV“ die besten sind. Die Crossover-Hel­den haben offenbar nichts an Power, Witz oder Relevanz verloren. So klingt ein gelun­genes Comeback. (Metalville/RTD)

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Gregory Porter

One Night Only: Live At The Royal Al­bert Hall

Der begnadete Jazz-Sänger – mit Ballon­mütze als Markenzeichen – hat im April dies­es Jahres gleich an drei Abenden hintere­inander die Londoner Location bespielt, um seine prägnante Stimme mit Gospel-Ein­flüssen mit dem Publikum zu teilen. Unter­stützung gab‘s dabei von einem Sinfonie­orchester, das vom US-Amerikaner Vince Mendoza dirigiert wurde. Neben Songs des aktuellen „Nat King Cole & Me“, wurden auch Hits wie „Hey Laura“ oder „When Love Was King“ astrein performt. Der Mitschnitt ist nun auf CD und DVD erhältlich. (Blue Note)

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John Mellencamp

Other People‘s Stuff

Nur 1 ½ Jahre nach der letzten Platte, ist der US-amerikanische Rock/Folk-Sänger nun mit seinem 21. Werk am Start. Mit diesem knüpft der 67-Jährige nahtlos an den Sound der vorherigen Alben an und serviert u. a. ein hervorragendes Akustikgitarrenspiel. Beson­ders gelungen sind die Tracks „Eyes On The Prize“, bei dem das Saiten-Zupfen besonders gut heraus sticht, sowie „I Dont‘ Know Why I Love You“ oder „Dark As A Dungeon“. (Republic)

[KS]
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