CDs der Woche

CDs der Woche

7. Juli 2018

Saltatio Mortis – Brot und Spiele

Mit zwei Nummer-eins-Werken in Folge zähl­en die Mannheimer längst zu den Superstars des Mittelalter-Rocks. Daran werden auch die drei Jahre Veröffentlichungspause seit „Zirkus Zeitgeist“ nichts ändern. Denn das achtköpfige Kollektiv hat diese bestens genutzt. Nach dem stimmungsvollen Intro „Ein Stück Unsterb­lichkeit“, legt die Band mit „Große Träume“­ gleich eine der besten Hymnen ihrer Karriere vor. Und das soll schon einiges heißen. Weitere Top-Nummern sind das treibende „Dorn im Ohr“, das keltisch angehauchte „Europa“, der deftig-harte Titeltrack und die majestätische, emotionale Ballade „Spur des Lebens“. (We Love Music)

OKu

 

Bruce Dickinson – Scream For Me Sarajevo

1994: mitten im Balkankonflikt, spielte der legendäre IronMaiden-Frontmann eine Tour durch das gerade zerfallende Jugoslawien. Spe­ziell die Show im bosnischen Sarajewo war einmalig. Denn die Stadt war eingekesselt von serbischen Truppen und stand unter schwerem Beschuss. Der Brite wollte aber gerade seine dortigen Fans in dieser Situation nicht im Stich lassen. Die Band wurde in die Innenstadt ein­geschleust und während auf der Straße ge­schossen wurde, spielte Dickinson das wohl in­tensivste Konzert seiner Karriere. Bei freiem Eintritt! Zu den Highlights zählen „Tears Of The Dragon“, „Eternal“ und „Inertia“. Neben der Live-CD ist ein grandioser Doku-Film über die Konzerte als Video-DVD/Blu-ray er­hältlich. (Eagle Rock)

OKu

 

The Hunna – Dare

Noch nie von der Gruppe gehört? Dann aber schleunigst nachholen! Seit knapp drei Jahren musizieren die britischen Alternative-Rocker Ryan Potter, Dan Dorney, Junate Angin und Jack Metcalfe gemeinsam – die erste Platte „100“ schaffte es prompt in die Top 15 der UK-Charts. Nun steht der Nachfolger in den Start­löchern, der die unbeschwert leichten und jug­endlichen Töne weiterträgt und nur so vor Viel­falt strotzt. So kommen mit „Flickin‘ Your Hair“, das stark an Metro Station erinnert, oder „Dare“ zwei partytaugliche Mitgröhl-Tra­cks daher, die schon fast in Richtung Main­stream gehen. Die rockige Abwechslung inkl. harten Gitarrenriffs gibt’s dann mit „Y.D.W.­I.W.M.“, während „NY To LA“ ruhigeren Soft­rock bietet, der mit seinem eingängigen Refrain zum Träumen einlädt. Mit der zusätzlich enor­men Live-Energie, hat das Quartett sehr gute Chancen, sich einen Namen in Musik-Europa zu machen. (WM Germany)

JS

[KS]
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