CDs der Woche 28.09.

CDs der Woche 28.09.

28. September 2018

Anti-Flag

American Reckoning

Für den dritten Teil der „American“-Serie, haben die US-amerikanischen Punk-Rocker die Stecker gezogen … So liefert das Quartett hier die sieben besten Tracks der beiden Vor­gänger-Platten in einem neuen Unplugged-Kostüm. Los geht’s mit „The Debate Is Over (If You Want)“ und Justin Sanes prägnanter Stim­me, die passend von einer Akustik-Gitarre un­ter­malt wird. Weitere Highlights gibt’s mit dem nach wie vor hymnischen und gewaltigen „Am­eri­can Attraction“, gefolgt vom gefühlvolleren „When The Wall Falls“. Für das abschließende Cover-Trio (u. a. John Lennons „Gimme Some Truth“), wur­den die Instrumente dann doch wieder elektri­siert – großartig! (Spinefarm)

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CDs der Woche 28.09.

The Living End

Wunderbar

Die australischen Punkrocker wurden einst von den Toten Hosen erstmalig nach Europa einge­laden, um hier Konzerte in vollen Fuß­ball­stadien als Support zu spielen. 20 Jahre später liefern Sänger Chris Cheney und sei­ne Jungs ihr wohl vielseitigstes und bestes Album bisher ab – aufgenommen in Berlin. Entspannter Arena-Sound („Not Like The Other Boys“) wechselt sich angenehm mit Verneigungen vor Helden wie The Clash („Love Won’t Wait“) und The Jam („Too Young To Die“) oder dem nur mit E-Gitarre und Stimme intonierten, schön melan­cho­lischen „Amsterdam“ ab. Klasse! (BMG Rights)

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Funny Van Dannen

Alles Gut Motherfucker

Der 60-Jährige deutsche Liedermacher brin­gt seine 18. CD an den Start und liefert auf dieser wieder 23 Songs, die im locker­leichten Chanson/Folk-Stil daherkommen. Rhythmisch geht’s mit „Lass Uns In den Park Gehen“ los. Neben dem musikalischen Aspekt, sind es vor allem die durchdachten Texte, die wieder einmal brillieren. So sehen Pferde in „Giftige Kerne“ zur Abwechslung mal Menschen kotzen, „Forever Yin, Forever Yang“ verspottet die Yoga-Kultur und „Jetzt Singst Du“ erzählt eine herzzerreißende Tr­en­nungsgeschichte. (Edition Tiamat)

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Rod Stewart

Blood Red Roses

Obwohl der Brite schon ein „alter Hase“ im Musik-Business ist, kreierte er stets Stücke, die sich problemlos in das aktuelle Musik-Geschehen einreihen konnten. Das beweist der 70-Jährige hier einmal mehr. So gibt’s mit „Look In Her Eyes“ den grandios pop­pig/rhythmischen Einstieg. Weitere Anspiel­tipps sind das gefühlvollere „Didn’t I“ (feat. Bridget Cady) inkl. Mitsing-Refrain sowie die Akustik-Gitarre-Ballade „Grace“. Die präg­nante Reibeisenstimmte sorgt für den gewünschten Wiedererkennungswert. (Repub­lic Records)

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[KS]
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